Beratung und Hilfe

Jeder sexuelle Angriff stellt für Frauen eine schwere Persönlichkeitsverletzung dar und löst eine emotionale Krise aus. Oft fühlen Frauen und Mädchen sich dann beschmutzt; manche entwickeln eine gestörte Beziehung zu ihrem eigenen Körper: Sehr oft besteht auch der Wunsch, so weiter zu leben, als wäre nichts geschehen.

Jede Reaktion nach einer Tat ist normal – ob gelähmt, ganz ruhig, ob mit Angst oder Wut, Trauer, Ohnmachtsgefühl oder anders... es gibt keine Standardreaktion. Darum ist jede Ihrer Reaktionen angemessen und richtig, egal, was Ihre Umgebung auch dazu sagen mag.

Mögliche Beweismittel sichern

Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie eine Anzeige erstatten möchten, ist es wichtig, eventuelle Beweise sichern zu lassen. Was zu tun ist, wissen die Polizei und auch die Krankenhäuser.

Hier die wichtigsten Punkte
:

  • Zerrissene oder verschmutzte Kleidungs- oder Wäschestücke sollten Sie deshalb aufbewahren - nur in Papier und auf keinen Fall jedoch in einer Plastiktüte.
  • Lassen Sie sich so bald wie möglich von einer Ärztin oder einem Arzt Ihres Vertrauens untersuchen und Angaben zu Ihren Verletzungen und auch Ihrer psychischen Verfassung dokumentieren. Wichtig sind z.B. alle, auch kleinere Verletzungen und schmerzhafte Stellen oder auch Spermien (nachweisbar bis zu 48 Stunden). Sollten Sie den Verdacht haben, im Zusammenhang mit der Tat mit K.O.-Tropfen betäubt worden zu sein, sollte eine Arzt schnellstmöglich eine Blut- und Urinprobe sicher stellen (innerhalb von 6 bis 10 Stunden).
  • Es ist hilfreich, wenn Sie sich ein Gedächtnisprotokoll vom Tatablauf mit allen Einzelheiten machen, an die Sie sich erinnern.

Anzeigenerstattung

  • Anzeige können Sie bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten.
  • Ist einmal Anzeige erstattet, besteht keine Möglichkeit mehr, diese zurückzunehmen. Denn die Polizei und Staatsanwaltschaft müssen sogenannte Sexualstraftaten auf jeden Fall verfolgen, sobald sie davon erfahren.
  • Wenn Sie sich zur Anzeige entschlossen haben, erstatten Sie diese möglichst bald. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Anzeige noch möglich.

Gespräche und Beratung – auch anonym!


14.06.2017

"Aachener Verbund Psychosoziale Prozessbegleitung" - Gründungsmitglied Frauennotruf macht neues Angebot

Seit Anfang 2017 haben Opfer einer Straftat Anspruch auf eine Psychosoziale Prozessbegleitung - in besonderen Fällen werden die Kosten auf Antrag vom Gericht [...]

06.06.2017

Telefonzeit beim Frauennotruf Aachen

Die Beratungsstelle des Frauennotrufs ist telefonisch erreichbar: Montag 10-13 Uhr, Dienstag 15-18 Uhr und Donnerstag 13-16 Uhr Darüber hinaus [...]

12.05.2017

Warteliste für Gruppenangebot: „Die eigene Kraft nutzen – Stabilisierung nach sexueller Gewalt“

Frauen aus der StädteRegion Aachen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erfahren haben, können sich im Frauennotruf melden. Die Beraterinnen Gisela [...]

27.04.2017

Landesgewaltschutzkonzept für Flüchtlingseinrichtungen des Landes NRW

Das vom Ministerium für Inneres und Kommunales NRW vorgelegte Landesgewaltschutzkonzept für Flüchtlingseinrichtungen gilt künftig als Grundlage für die [...]

06.02.2017

Fonds Sexueller Missbrauch der Bundesregierung:
Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter können Anträge auf Hilfeleistungen einreichen!

Männer und Frauen, die als Minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich oder in einer Institution geworden sind, können seit 2013 [...]

01.02.2017

Traumatisierte Flüchtlingsfrauen - Ein Angebot für Fachkräfte und Ehrenamtliche anderer Einrichtungen und Berufsgruppen

Der Frauennotruf vermittelt Kenntnisse über sexuelle Traumatisierung für professionelle und ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die mit Flüchtlingsfrauen [...]

30.09.2016

Was tun, wenn die als Kind vom Vater missbrauchte Tochter diesen nun pflegen soll?

Zunehmend wenden sich Frauen an die Beratungsstelle, die als Kinder missbraucht wurden und nun den damals missbrauchenden Elternteil pflegen. Durch diese [...]

25.04.2016

Im Notfall ...

Wenn Sie in einer akuten Bedrohungssituation telefonieren können, wählen Sie die Notrufnummer 110. [...]

04.04.2016

Aachener Modellprojekt zur anonymen Beweismittelsicherung im April 2012 eingestellt

Das Modell der 'anonymen Beweissicherung' in der Aachener Region wurde im April 2012 eingestellt! Die bisherigen Informationen und Anleitungen in Bezug [...]

08.01.2016

Informationen und Hinweise zum Antrag auf Opferentschädigung

Hier finden Sie einige Informationen, die vielleicht hilfreich sind, bevor Sie sich konkret mit dem Antrag auf Opferentschädigung beschäftigen. Das [...]

07.04.2014

"Was kann ich tun? Wie kann ich unterstützen?"
Informationen für Angehörige und Bezugspersonen von Frauen und Mädchen, die sexuelle Gewalt erlebt haben

Seit vielen Jahren bezieht der Frauennotruf Aachen auch Angehörige und Bezugspersonen von betroffenen Frauen und Mädchen mit in die Beratung ein. Aus langjähriger [...]

21.03.2014

„Wenn alte Narben wieder schmerzen …“ - Sexuelle Gewalt-erfahrungen in der Lebensgeschichte
Informationsveranstaltung für interessierte Frauen und Männer

Betroffene Frauen, aber auch ihre Angehörigen und Bezugspersonen werden nicht selten ganz plötzlich damit konfrontiert, dass schmerzhafte Erinnerungen [...]

 

© Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Aachen e.V.|Impressum|Webdesign GERMAX media, Aachen|Login K.O.